Strategien für den sommerlichen Wärmeschutz in deutschen Städten
Strategien für den sommerlichen Wärmeschutz in deutschen Städten
Der Deutsche Anlage-Immobilien Verbund (DAVE) fordert langfristige Konzepte zur Bewältigung von Hitze in Gebäuden und Quartieren und hebt die Bedeutung integrierter Ansätze hervor.
Deutschland verzeichnet zunehmend länger anhaltende Hitzeperioden. Gleichzeitig steigt die Zahl neuer Wohngebäude mit Kühlsystemen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verfügten 2025 rund 4,3 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude über eine Kühlanlage. Für den Deutschen Anlage-Immobilien-Verbund (DAVE) reicht diese Entwicklung nicht aus, da sie den bestehenden Gebäudebestand nicht berücksichtigt.
DAVE kritisiert das Fehlen einer nationalen Strategie zur Stärkung der thermischen Resilienz von Gebäuden und Städten. Statt eines umfassenden Ansatzes konzentriert sich die öffentliche Diskussion vor allem auf Klimageräte. Es wird gefordert, den Schutz vor Hitze in die Stadtplanung einzubeziehen und Gebäude, Energieversorgung, Netze, Begrünung und Wassermanagement gemeinsam zu betrachten.
Der Schwerpunkt soll auf dem bestehenden Gebäudebestand liegen. Der überwiegende Teil der Gebäude, die in den kommenden Jahrzehnten genutzt werden, ist bereits heute vorhanden. Während sich im Neubau Schutzmaßnahmen früh integrieren lassen, müsse die Anpassung des Bestands gezielt erfolgen. DAVE nennt außenliegenden Sonnenschutz, Fassadenbegrünung, hochwertige Fenster und die punktuelle Kühlung einzelner Räume als geeignete Optionen.
Der steigende Kühlbedarf soll in die Energieplanung einfließen. Klimageräte verursachen hohe Lasten bei starker Sonneneinstrahlung. Ohne intelligente Netze, Speicher und Lastmanagement können zusätzliche Spitzen entstehen. DAVE fordert zudem vereinfachte Verfahren für die Zustimmung zu Modernisierungen in Eigentümergemeinschaften.
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